Ratgeber
Eine Website in zehn Minuten ist noch keine gute Website.
Jeder KI-Assistent spuckt heute in Minuten eine Landingpage aus. Das ist praktisch, und es ist kein Geheimnis mehr, wie man solche Seiten erkennt. Besucher sehen es, Kunden sehen es, und „your AI slop bores me“ ist 2026 zum Meme geworden.
Die üblichen Merkmale
Ein zentrierter Einstieg mit Überschrift, Unterzeile und zwei Buttons vor einem Verlauf von Lila nach Blau. Darunter drei gleich große Karten mit je einem Icon, zwei Wörtern und einem Satz. Dann ein Bento-Raster aus Kacheln, die nichts miteinander zu tun haben.
Kleine Pillen-Etiketten über jeder Überschrift, gesperrte Großbuchstaben überall, jedes Element blendet beim Scrollen einzeln ein. Fotos, die nach Bildagentur aussehen, und überall dieselbe Schrift.
Texte voller Füllwörter: „nahtlos“, „auf das nächste Level“, „entfessle dein Potenzial“. Erfundene Kundenstimmen und Zähler, die von 0 auf „10.000+ zufriedene Kunden“ hochlaufen, ohne dass es diese Kunden gibt.
Warum das ein Problem ist
Nicht, weil KI im Spiel war, sondern weil die Seite austauschbar wirkt. Wenn dein Angebot aussieht wie tausend andere, muss der Text die ganze Arbeit machen, und der klingt oft genauso.
Dazu kommen die Dinge, die man nicht sieht: In einer Fallstudie war eine ohne Vorgaben erzeugte Seite nicht barrierefrei, mit Kontrasten teils um 1:1 und Bedienelementen, die mit der Tastatur nicht erreichbar waren (Ahmed u. a., Preprint 2025, eine einzelne Seite).
Wie man es vermeidet
Eine eigene Bildsprache, eine Typografie mit Haltung, ein Aufbau, der aus dem Inhalt kommt statt aus einer Vorlage. Echte Texte in der Sprache der Kunden. Bewegung nur dort, wo sie etwas zeigt.
Und prüfen, bevor es live geht: Barrierefreiheit, Ladezeit, Anfragen an Dritte, und eben diese Merkmale.
Was Kiekkist anders macht
Jedes Design wird vor dem Verkauf gegen diese Merkmale geprüft, zusammen mit Barrierefreiheit und Ladezeit. Was dabei auffällt, wird geändert, bevor das Design in die Galerie kommt. Jeder Look steht nur einmal in der Galerie.
Wir behaupten nicht, dass dabei keine Werkzeuge im Spiel sind. Wir sagen nur: Das Ergebnis ist geprüft, und das siehst du ihm an.
Quellen
Fragen
Woran erkenne ich eine KI-generierte Website?
An einem zentrierten Einstieg mit zwei Buttons vor einem lila Verlauf, drei gleichen Karten, Bento-Rastern, Pillen-Etiketten, Füllwörtern wie „nahtlos“ und an erfundenen Kundenstimmen. Einzeln ist nichts davon verboten; zusammen wirkt es austauschbar.
Ist eine KI-Website schlecht für Google?
Nicht automatisch. Suchmaschinen bewerten Inhalt und Nutzen, nicht das Werkzeug. Austauschbare Texte und langsame, schwer bedienbare Seiten schaden aber unabhängig davon, wer sie gebaut hat.
Sind Kiekkist-Designs ohne KI entstanden?
Das behaupten wir nicht. Wir sagen, dass jedes Design vor dem Verkauf geprüft ist: gegen diese Merkmale, auf Barrierefreiheit und auf Ladezeit.